Loungige Blöcke

loungige blöcke lounge 1 (Large)
Das Hier und Jetzt: eine Raum-Zeit-Koordinate, die Ruhe ausstrahlt. Momentaufnahme in der DB Lounge, Metzingen.

Ursulinskaja hat immer noch Bock auf Blog, denkt allerdings über eine dramatische Neuausrichtung ihrer Firmenphilosophie nach. “Geld muss fließen”, panta rhei, das galt schon bei den alten Etruskern und ist heute, im Zeitalter der Digitalisierung, aktueller denn je.
Lebenslanges Lernen und eine konstante persönliche Weiterentwicklung sind mittlerweile in allen Branchen unabdingbar. Alle sieben Jahre werden die Zellen des Körpers vollständig ausgetauscht: Ein neuer Mensch entsteht. Zähne, Haare, Ohren und Nase erstrahlen in neuem Glanz. Wir reiben uns die Augen, gähnen und strecken uns, machen vielleicht Yoga, Aqua Fitness oder Nordic Walking.
Alles ist im Fluss und wuselt wie wild durcheinander. Sterne kollidieren, Rausch, Ekstase, Kreativität und Innovation sind die Folge. Start-ups werden gegründet und zerfallen wieder, Supernovas werden zu schwarzen Löchern, aus denen wiederum neue Supernovas hervorgehen, etc. pp. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen.

***

Wesentlich entspannter geht es in der DB Lounge der Outletcity Metzingen zu. Vier Playmobil-Ladys haben es sich hier in der stylischen Sitzlandschaft bequem gemacht. Die Stimmung ist ausgelassen, man trinkt Prosecco aus winzigen Gläschen, dazu gibt es Schokocrossies.
Die lustige Runde war gerade auf einem Junggesellinnenabschied in Waiblingen, wie sie dem Reporter des Reisemagazins Mobil vergnügt erzählt. Auf dem Rückweg über Stuttgart, Ulm, Biberach, Meckerlesbeuerles und Durlesbach* seien sie dann hier am Bahnhof Metzingen “hängen geblieben”. Die Möbel im Retro-Design, mit denen man auch Mengenlehre üben kann, hätten ihnen auf Anhieb “supergut” gefallen, erzählt eine der sympathischen Mittvierzigerinnen fröhlich.

Mobil: Sind die Damen heute zum ersten Mal hier in der Outletcity?
Lady 1: Ja, aber bestimmt net ‘s letzschde Mol!
Lady 2: Metzingaaaaa!!!
Lady 3: Mir wolltet eigentlich mit dem RE 4038 nach Albstadt …
Lady 4: … aber der Zug isch abgfahre! (Lacht.)
Mobil: Und was machen Sie jetzt?
Lady 4: Wisse mer net.
Lady 3: Jetz bleibet mer halt do!
Mobil: Für immer?
Lady 3: Ha, für immer vielleicht net.
Lady 2: Aber halt solang mer Luschd hen …
Lady 1: … oder zumindeschd, bis Schtuttgart 21 ferdig isch! (Prustet los.)
Lady 4: … OND DES KÄÄ NO DAURE!!! (Prustet ebenfalls los.)
Lady 1-4: HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA!
(Die vier Businessladies erheben ihre Proseccos. Klack, klack, klickerdi-klack, klingen die kleinen Gläschen.)

katze kreiselkopf
Verschollenes Gemälde: “Die Katze” von M. C. Escher.

Ich wünsche meinen lieben Lesern noch eine tolle Woche!

Love & Peace,
Ursulinskaja

mengenlehre
“Macht Mengenlehre krank?” Der Spiegel 13/1974.
*Sicher kommt es jetzt zu einem enormen Traffic auf dieser Seite, weil internetweit nur 1 x die korrekte Schreibweise von Meckerlesbeuerles zu finden ist – und zwar hier!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Abgefahren, Part II (Jahreswechsel – jetzt erst recht!)

Sodele. Besser wirds nimmer, pünktlicher wahrscheinlich auch nicht. Hier also nun die aktuelle Neujahrskolumne von Ursulinskaja!
Als Reminiszenz an den kürzlich verstorbenen Helmut Kohl*, aber auch zur größtmöglichen Verspulung unserer Leser, beginnt sie mit einer Wiederholung der Kolumne vom vorigen Jahr.

Vor einem Jahr
Deine Erinnerungen anzeigen >

Ich schaute mich um. Außer mir befand sich plötzlich niemand mehr im Laden. Auch mein Follower war mit einem Mal verschwunden. Schweren Herzens verließ auch ich diesen Ort, der für einen kurzen Moment zwei Leben zusammengeführt und das vibrierende Zentrum dieser kleinen Geschichte gebildet hatte. Den Ferrari ließ ich der Einfachheit halber stehen.

***

Als ich die andere Straßenseite erreicht hatte, kam mir die ganze Sache plötzlich komisch vor. Unauffällig drehte ich mich nochmal um: Tatsächlich, Tankstelle und Ferrari waren verschwunden. An ihrer Stelle befand sich jetzt ein Haus im neugotisch-kanadischen Stil. Ohne Zweifel handelte es sich dabei um eine Kita.

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Neugotische Kita in Toronto.

Kindergeschrei zerfetzte die Luft. Ein Mann kam im Sauseschritt aus der Tür gerannt: mein Follower aus Part 1. In der Hand trug er noch die H-Milch-Tüte, die ich an der Theke der Tankstelle vergessen hatte.
“Mir träumet des bloß”, sagte er freundlich auf Schwäbisch.
“Du vielleicht”, dachte ich patzig, sagte aber lieber mal nichts.

Eine Frau in Bauerntracht trat aus ihrem Haus und entschuldigte sich für die riesige Puppenstube, die bei ihr im Fenster stand. Sie behauptete, sie hätte sie nur leihweise, quasi als Job.
“Ja, klar”, sagte Sabrina Setlur.

Wir befanden uns auf dem Marktplatz einer mittelaterlichen Stadt. Im Zentrum trug jemand einen gereimten Witz vor, in dem Jesus einem anderen Typen ständig hinten reinläuft (sie rannten immer im Kreis). Es folgten die Kommentare der beiden dazu, „Höhöhö“ und „Hehehe“ und so weiter. Das Ganze bezog sich auf eine weniger bekannte Passage der Bibel.

kindballon
Fusseln verfangen sich im Firmament.

Ein paar Meter weiter schlachtete David Bowie im Rahmen einer Kunstaktion Schweine auf einem Tapeziertisch und baute aus den Kadavern eine Scheune. Die alten, vergammelten stopfte er dabei in die frischeren, neueren. Jemand fragte ihn, ob er es nicht doof fände, dass alle nur zum Essen vorbeikämen, aber er sagte, nö, genau dafür hätte er es ja gemacht.

***

Ein Jäger aus Kurpfalz ritt über den Platz. Er schoss das Wild daher.
“Aber jetzt musste kieken, dass de die Kurve zu Part I noch kriegst”, riet mir mein Fan.
Wir standen im Inneren eines Gedärms. Schummrig fiel ein wenig rötliches Licht von außen durch die gut durchblutete Haut.
Alles hängt irgendwie mit allem zusammen“, raunte Uschy O. geheimnisvoll.
Die gebürtige Münchnerin und Sexikone der Hippie-Generation wurde als Groupie der Band Amon Düül bekannt. Sie arbeitet heute als Schmuckdesignerin und lebt in der Nähe von Los Angeles.

THE END

aussicht ohne fleck
Zwei Briten bestaunen den Brexit.

PS: Ursulinskaja wünscht all ihren lieben Lesern ein gesundes und fröhliches neues Jahr!

 *Für die Spätgeborenen unter euch und alle, die nicht genug davon kriegen können, hier Kohls Neujahrsrede aus den Jahren 1985 und 1986.

 

 

Departed – now all the more!

Sodele. Better is never, punctual probably not. Here is the current New Year’s column from Ursulinskaja!

As a reminiscence of the recently deceased Helmut Kohl*, but also to the greatest possible spooling of our readers, it begins with a repeat of the column from last year. (As a special service for urgent readers I copied the last paragraph again under the link.)

A year ago

Show your reminders>

I looked around. No one else was in the store except me. My follower was gone too. With a heavy heart, I also left this place, which for a brief moment had brought two lives together and formed the vibrant center of this little story. I left the Ferrari for the sake of simplicity.

***

When I reached the other side of the street, the whole thing suddenly seemed strange to me. Unobtrusively, I turned around again: In fact, gas station and Ferrari had disappeared. In its place was now a house in the neo-Gothic-Canadian style. No doubt this was a kindergarten.

Childish scream shredded the air. A man came running out of the door in the lunge: my Follower from Part 1. In his hand he was still carrying the H-milk bag, which I had forgotten at the counter of the gas station.
“I just dream of it,” he said kindly in Swabian.
“Maybe you,” I thought lazily, but I did not say anything.

A woman in peasant dress stepped out of her house and apologized for the huge dollhouse that stood in her window. She claimed that she only had it on loan, almost as a job.
“Yeah, sure,” said Sabrina Setlur.

We were in the marketplace of a medieval city. At the center, someone performed a rhyming joke in which Jesus was constantly running into the back of another guy (they always ran in circles). It was followed by the comments of the two, “Höhöhö” and “Hehehe” and so on. The whole thing referred to a lesser-known passage in the Bible.

A few meters away, David Bowie slaughtered pigs on a wallpapering table as part of a performance and built a barn out of the cadavers. He stuffed the old, rotten ones with the fresh, new ones. Someone asked him if he did not think it was stupid that everyone was just passing by for dinner, but he said, no, that’s exactly what he would have done.

A hunter from Kurpfalz galloped across the square. He shot the game therefore.
“But now had to kieken that de the curve to Part 1 still get,” my fan advised me. We were inside a gut. Slightly reddish light fell from the outside through the well-blooded skin.
“Everything is connected with everything,” Uschy O whispered mysteriously.
The native of Munich and sex icon of the hippie generation was once known as groupie of the band Amon Düül. She now works as a jewelry designer and lives near Los Angeles.

THE END

PS: Ursulinskaja wishes all her dear readers a healthy and happy new year!

* For the late-born among you and those who can not get enough, here is Kohl’s New Year’s speech from 1985 and 1986.

E agora a tradução:

Parto – agora ainda mais!

Sodele. Melhor nunca é, pontualmente, provavelmente não. Aqui está a atual coluna de Ano Novo da Ursulinskaya!

Como uma reminiscência do recém-falecido Helmut Kohl *, mas, assim, para o melhor spool possível de nossos leitores, isso começa com uma repetição do ano passado. (Como um serviço especial para leitores urgentes, copie o último parágrafo novamente no link.)

Há um ano

Mostre seus lembretes>

Olhei em volta. Ninguém mais o que na loja exceto eu. O meu seguidor também se foi. Com um coração pesado, eu também deixei esse lugar, que por um breve momento se uniram e formou o centro vibrante desta pequena história. Saí da Ferrari por causa da simplicidade.

***

Quando cheguei ao outro lado da rua, tudo parecia estranho para mim. De forma discreta, voltei de novo: de fato, o posto de gasolina e Ferrari desapareceram. Em seu lugar agora, uma casa no estilo neo-gótico-canadense. Sem dúvida, isso era um jardim de infância.

Um grito infantil triturou o ar. Um homem veio correndo pela porta nos pulmões: meu seguidor da Parte 1. Na mão dele ainda estava carregando a bolsa de leite H, que eu tinha esquecido no balcão do posto de gasolina.

“Eu apenas sonho com isso”, ele disse gentilmente em suábio.

“Talvez você”, pensei com preguiça, mas não disse nada.

Uma mulher vestida de camponês saiu da casa e pediu desculpas pela enorme casa de bonecas que estava parada na janela. Ela afirmou que ela só tinha emprestado, quase como um trabalho.

“Sim, claro”, disse Sabrina Setlur.

Estávamos no mercado de uma cidade medieval. No centro, alguém executa uma piada de rima em que Jesus está constantemente correndo para trás de outro cara (eles sempre correram em círculos). Seguiram-se os comentários dos dois, “Höhöhö” e “Hehehe” e assim por diante. A coisa toda se referia a uma passagem menos conhecida na Bíblia.

A poucos metros de distância, David Bowie abatiu porcos em uma mesa de papel de parede como parte de um construído e barrado para fora dos cadáveres. Ei encheu os velhos, podres com os novos e novos. Alguém perguntou-lhe se ele não achava que era estúpido que todos passassem para o jantar, mas ele disse, não, é exatamente o que ele teria feito.

Um caçador de Kurpfalz galopou pela praça. Ele já atirou no jogo.

“Mas agora isso já tinha parado”, disse o meu fã. Estávamos dentro de um bom. Pele ligeiramente avermelhada do lado de fora através da pele bem sangrenta.

“Tudo está conectado com tudo”, disse Uschy O misteriosamente.

O nativo de Munique e o ícone sexual da geração hippie foram conhecidos como grupo da banda Amon Düül. Ela agora trabalha como designer de jóias e vive perto de Los Angeles.

O FINAL

PS: Ursulinskaja deseja a todos os leitores queridos um feliz e feliz ano novo!

* Para os recém-nascidos entre vocês e aqueles que não conseguem o suficiente, aqui está o discurso de Ano Novo Kohl de 1985 e 1986.

 

Và bây giờ bản dịch:

Departed – bây giờ càng nhiều!

Sodele. Tốt hơn là không bao giờ, đúng giờ có lẽ không. Đây là cột của năm mới hiện tại từ Ursulinskaya!

Là một sự hồi tưởng nhỏ của Helmut Kohl * gần đây đã qua đời, nhưng theo cách đó có thể làm cho người đọc của chúng tôi trở nên tốt hơn, nó bắt đầu bằng một sự lặp lại của năm ngoái. (Là một dịch vụ đặc biệt cho người đọc khẩn cấp tôi sao chép đoạn cuối cùng một lần nữa dưới liên kết.)

Một năm trước

Hiển thị lời nhắc của bạn>

Tôi nhìn quanh. Không ai khác trong cửa hàng ngoại trừ tôi. Người theo tôi đã mất quá. Với một trái tim nặng nề, tôi cũng rời khỏi nơi này, trong một khoảnh khắc ngắn ngủi đã đến với nhau và hình thành trung tâm sôi động của câu chuyện nhỏ này. Tôi để lại chiếc Ferrari vì đơn giản.

***

Khi tôi đến bên kia đường, toàn bộ điều dường như rất kỳ lạ đối với tôi. Không thuyết phục, tôi lại quay lại: Trên thực tế, trạm xăng và Ferrari đã biến mất. Tại chỗ của nó bây giờ là một ngôi nhà theo phong cách tân Gothic-Canada. Không nghi ngờ gì nữa đây là mẫu giáo.

Tiếng thét của trẻ con làm tan nát không khí. Một người đàn ông chạy ra khỏi cửa trong phổi: người theo tôi từ Phần 1. Trong tay anh ta vẫn mang theo túi sữa H, mà tôi đã quên tại quầy của trạm xăng.

“Tôi chỉ mơ về nó,” anh nói vui vẻ ở Swabian.

“Có lẽ anh,” tôi nghĩ lười biếng, nhưng tôi không nói gì.

Một phụ nữ mặc trang phục nông dân bước ra khỏi nhà cô và xin lỗi vì căn nhà búp bê khổng lồ đang đứng trong cửa sổ của cô. Cô ấy nói rằng cô ấy chỉ được cho mượn, gần như là một công việc.

“Phải, chắc,” Sabrina Setlur nói.

Chúng tôi ở trong thị trường của một thành phố thời trung cổ. Ở trung tâm, ai đó thực hiện một trò đùa bằng vần, trong đó Chúa Jêsus đang liên tục chạy vào phía sau của một người khác (họ luôn chạy trong vòng tròn). Tiếp đó là các ý kiến ​​của hai người, “Höhöhö” và “Hehehe” và như vậy. Toàn bộ điều đề cập đến một lối đi ít được biết đến hơn trong Kinh thánh.

Cách đó vài mét, David Bowie giết thịt lợn trên bàn như một phần của tòa nhà và chui ra khỏi những xác chết. Hey nhồi những thứ cũ, thối với những cái mới, mới. Có ai đó hỏi anh ta xem anh ta có nghĩ rằng thật ngu ngốc khi mọi người đi ngang qua bữa tối, nhưng anh ta nói, không, đó chính là điều anh ta đã làm.

Một thợ săn từ Kurpfalz nhảy ngang qua quảng trường. Anh ấy đã bắn các trò chơi do đó.

“Nhưng bây giờ đã dừng lại,” fan của tôi khuyên tôi. Chúng tôi đã ở trong một tốt. Đỏ ánh sáng màu đỏ hơi từ bên ngoài qua làn da có máu.

“Mọi thứ đều liên quan đến mọi thứ”, Uschy O nói một cách bí ẩn.

Người bản xứ Munich và biểu tượng tình dục của thế hệ hippie đã từng được biết đến như là một nhóm của ban nhạc Amon Düül. Bây giờ cô làm việc như một nhà thiết kế đồ trang sức và sống gần Los Angeles.

KẾT THÚC

PS: Ursulinskaja mong muốn tất cả độc giả thân mến một năm mới khỏe mạnh và hạnh phúc!

* Đối với những người quá cố trong số những bạn và những người không thể có đủ, đây là bài phát biểu của năm mới Kohl năm 1985 và 1986.

 

 

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Kraftobjekte aus Ein-Euro-Läden

Nach der Bundestagswahl und meinem offensichtlichem Versagen als Influenzerin stand hier erst einmal schonungslose Selbstkritik & der Rückzug ins Private an. Meine Yacht lag vor Madagaskar, der Blog lag auf Eis. Die Leserschaft hatte das Nachsehen.

Schon länger hatte allerdings eine Geschäftsidee in mir gegärt, die sich zunächst in losen Traumgesichten angedeutet und später auf weiteren Fantasiereisen mehr oder weniger verfestigt hatte; bis ich schließlich nach sechs, sieben Nächten einen tadellosen Businessplan beisammen hatte.
Sicherlich wäre es reizvoll, das ganze Konzept mit seinen teilweise unlogischen, oftmals kafkaesken Wendungen und seiner an Freud und C. G. Jung gemahnenden Symbolik hier vollständig wiederzugeben. Jedoch würde das wohl den Rahmen sprengen.* Kurz gesagt ging es darum, Keramik- oder Salzteigfiguren aus der Dekoabteilung von Ein-Euro-Läden aufzukaufen, zu Hause zu oden** und dann auf Etsy oder Astrolantis weiterzuverkaufen.

Businesskonzept, Titel und Idee standen also. Allein, der Zwang zum Handeln wollte sich nicht einstellen. Blockaden blockierten den Weg, ständig störten störrische Störche, und ein Student mit Stulpenstiefeln stieß an einen spitzen Stein.

hund
Obwohl dieses Objekt schon einmal auf Facebook gepostet wurde, hat es nichts von
seiner auratischen Kraft eingebüßt.

An dieser Situation hat sich leider bis heute wenig geändert.
Vor mir steht der Prototyp eines geodeten Kresseigels. Sein unbestreitbarer Charme zieht in konzentrischen Kreisen über den Schreibtisch. Immer wieder kommt es dadurch zu kleineren Bildstörungen am Computer. Kein Zweifel: Das Konzept funktioniert.

Jedoch hat dies bisher keinerlei Eigeninitiative auf meiner Seite zur Folge gehabt. Weitere Schritte zum Start des Start-ups wurden bislang nicht vorgenommen. Das Sensualistische Spüren® nach Bohrmann-Weber konnte nicht in Aktivistisches Agieren® nach Widder-Neuenstein überführt werden. Fast scheint es, als sei sämtliche Kraft der potenziellen Gründerin in ihre potenziellen Produkte übergegangen.

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Bei diesem offenen Ende möchte ich es heute, auch aus Zeitgründen, einmal belassen. Ein Schluss, der zum Nachdenken einladen will!

Gute Nacht.

Eure Ursulinskaja

*Ein kurzer Auszug soll hier genügen: “Zweifelsohne gibt es Lücken in der Realität, wo gerade mal kurz keiner hinschaut und deswegen allerhand möglich ist. Kraftobjekte aus Ein-Euro-Läden können diese Lücken schließen. (…) Handgeodete Talismane helfen gegen Faschismus und Klimawandel. Sie spenden Freude und Glück. Denn gerade an das Hässliche wird man sich gewöhnen müssen, und einst wird daraus wie aus eines Rumpfs verengtem Schacht eine neue Welt geboren werden, die der unsrigen in nichts nachsteht. (…) Und sind die Schmetterlinge erst einmal verschwunden, so bleiben noch die Stinkwurzkäfer, denn diese sind robust gebaut und können zur Not auch als Modems verwendet werden. ALLERDINGS: Erst wenn der letzte Stinkwurzkäfer in ein Modem verwandelt ist, werdet ihr erkennen, dass man Nullen und Einsen nicht essen kann!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!” Usw. usf.
*Die Odung ist eine Technik zur Herstellung von Talismanen mithilfe eines Tauchsieders. Nähere Informationen dazu finden sich auf einem Flugblatt, das mein Mann leider verlegt hat.
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Sondersendung zur Wahl

suddeutschlandreise-020Ein Bild, das ich immer mal irgendwo unterbringen wollte. Ob es hierher passt?

Zurzeit fragen mich natürlich immer alle, was sie wählen sollen. Ist ja klar. Dabei ist fürs Politische bei Ursulinskaja eigentlich der Visagist von Richard Clayderman zuständig, und der ist zurzeit leider auf Tour.
Fühle mich also etwas überfordert. Ich kenne mich ja mit kritischer Theorie, G-W-G’ usw. nicht besonders gut aus.
Trotzdem habe ich natürlich manchmal politische Träume. Denn auch ein falsches Bewusstsein kann im Schlaf erweitert werden, wusstet ihr das? Also, neulich bei mir im Traum passierte ungefähr Folgendes:

Angela Merkel war bei uns zu Hause. Sie hatte dort einen Termin für ein Interview mit dem Deutschlandfunk. Natürlich war es nicht unsere richtige Wohnung, sondern eine Art Behindertenwohnheim oder Rehazentrum aus den Achtzigern, ein lichtdurchfluteter Neubau mit einer Galerie und einer langen Wendeltreppe aus hellem Holz. Ich selbst saß auf einer der unteren Stufen der Treppe und linste um die Ecke in den Raum, wo Merkel das Gespräch hatte. Sie sah mich, fand es aber glaub nicht weiter schlimm.

Angela Merkel war ungefähr so, wie man sie sich gemeinhin vorstellt – die Frisur so wie auf Bildern, ihr berühmter Humor und alles.
Während ich da saß, fiel mir ein, dass ich eigentlich ein Bild von ihr machen könnte. Dann erinnerte ich mich, dass meine Kamera kaputt ist und ich sie unbedingt in die Reparatur geben muss. Allerdings lohnt sich das wahrscheinlich gar nicht mehr, weil es zu teuer wird, weshalb ich das Ganze schon eine Weile herauszögere. (Meine analoge Kamera konnte ich damals auch direkt wegschmeißen, als der Auslöser kaputt war.*) Ich hab zwar noch eine alte Knipse, aber da ist die Batterie leer.

All diese Gedanken huschten in Windeseile durch meinen kleinen Kopf, während ich auf der Treppe saß, nur wenige Meter von einer Art vibrierendem schwarzen Kraftzentrum enfernt. Jetzt, wo ich das aufschreibe, fällt mir dazu das Lied “Halfway down the stairs” ein, das Kermits kleiner Neffe Robin in der Muppetshow singt, und mir wird ganz warm ums Herz.

Auf Initiative eines meiner Mitbewohner entstand dann aber doch noch ein Gruppenbild mit allen – mit Merkel, mir und meiner Wohngruppe, oder wer auch immer diese ganzen Leute waren. Wir standen Arm in Arm wie eine Fußballmannschaft, ich links außen, Merkel am anderen Ende. Das liest sich jetzt, wo ich es aufschreibe, viel politischer, als es in Wirklichkeit war. Allerdings wurmte es mich ein bisschen, dass ich vielleicht zu weit weg von Merkel stand, um überhaupt noch mit ihr zusammen aufs Bild zu passen. In Gedanken verglich ich das Foto mit einem Selfi, den ein Klassenkamerad (der im Dunstkreis der Macht arbeitet) mir mal gezeigt hat und auf dem er viel näher an ihr dransteht.

Dann beugte Merkel ihren Kopf ein bisschen nach vorne, um mich am anderen Ende der Reihe sehen zu können, und versprach mir, sich persönlich für das bedingungslose Grundeinkommen einzusetzen, falls sie nochmal Kanzlerin wird. Finanzieren will sie es aus einer Mischung aus Strafzahlungen der Autoindustrie, verringerten Militärausgaben, einer Reichensteuer, der Schließung von Kohlekraftwerken und noch irgendwas, das ich vergessen habe – ich glaube, den Synergieeffekten, die entstehen, wenn sie das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei aufkündigt.
Dann verwandelte sie sich in eine Krötenwanderung, die von vielen kleinen Kindern eingesammelt, in kleine Eimerchen gepackt und eifrig auf die andere Straßenseite hinübergetragen wurde.
Und so endete mein Traum von Angela Merkel.

Vielleicht konnte ich noch Unentschlossenen damit ja ein paar Anregungen geben, wer weiß? Wobei für geträumte Inhalte nicht immer die geträumten Parteien verantwortlich sein müssen. (Oder müsste es heißen: Wobei für geträumte Inhalte allein die geträumten Parteien verantwortlich sind? Hä …? Haben wir einen Juristen im Haus?)

Ich selbst orientiere mich ja meistens an dem, was ein Motz-Verkäufer mal vor einer Wahl in der U-Bahn empfohlen hat:
“Liebe Leute, bitte wählt nicht die CDU. Auch nicht die FDP, die AFD oder die SPD. Vielen Dank.”

Eure Ursulinskaja

suddeutschlandreise-045
Bonusbild.

 

*Nachtrag: In echt jetzt habe ich meine Kamera inzwischen zum Fotoladen gebracht zwecks Kostenvoranschlag für Reparatur und Reinigung. Sie wollen 408 Euro dafür. 408 Euro.

 

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Pilze sammeln

Aus Ursulinskajas Archiv, ca. 1999.

Das Wort, das meiner Meinung nach am besten zu „sammeln“ passt, ist „Pilze“.

Pilze sind die wohl willkürlichsten, unberechenbarsten Knubbel auf Stelzen, die je ein Wald hervorgebracht hat. Man könnte etwas grob und denkfaul auch sagen: Pilze sind die Katzen des Waldes. Aber das stimmt nicht, denn Pilze gebärden sich noch weitaus zickiger und mysteriöser. Irgendwo zwischen Pflanze und Tier angesiedelt, stellen sie sich dem Wanderer plötzlich ungefragt in den Weg und stellen die Frage: „Wer bin ich?”
Ich kenne mich zwar nicht besonders gut aus mit Pilzen, aber ich sammle sie für mein Leben gern.

Dabei geht es durchaus auch um den Aspekt des Angebens hinterher. Ich hatte einmal den Plan, ein umfangreiches Pilzwitzebuch zu schreiben. Der Prototyp des Pilzwitzes ging dabei so: Sagt ein Pilzsammler zum anderen: „Ich hab neulich einen Pilz gefunden, der war so groß, ich hab meinen Pilzkorbdeckel nicht mehr zugekriegt!”
Sagt der andere: „Ach was! So einen kleinen Pilzkorb hatte ich auch mal.”
Diese Form wird, geringfügig variiert, ungefähr 100 Witze hindurch streng durchgehalten, so wollte es das Konzept.

Eigentlich geht es aber gar nicht um die Größe von Pilzen. Es geht um Intuition. Es geht darum, dass sie dich finden. Ein Pilz zeigt sich einfach nicht jedem. In Südtirol hatte ich als Kind mal die Eingebung, aus heiterem Himmel zu behaupten: „Da drüben stehen haufenweise Pilze.” Weit und breit war nichts zu sehen als dichtester Tannenwald. Ich kämpfte mich durch das Dickicht. Dahinter öffnete sich eine kleine Lichtung, die über und über mit Pfifferlingen bewachsen war.

Bei unseren Südtiroler Wirten hatten die italienischen Gäste damals einen schlechten Ruf, weil sie nicht wanderten, sondern den lieben langen Tag nur Pilze sammelten. Auf dem Balkon unter unserer Ferienwohnung lagen abends immer Legionen von Pilzen zum Trocknen aufgereiht. Oft war ich während unserer zwölfstündigen Wanderungen neidisch auf die faulen Italiener, die zu Hause bleiben und Pilze sammeln durften.

“Sammeln” hat für mich seither einen weichen Klang, wie Muße, wie sich faul auf dem Balkon räkeln. Wie ein weicher, elastischer Pilz. Sammeln ist das Gegenteil von weinroten Kniebundhosen.

 

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Der Pilz und sein Unterbewusstsein. Aus: Pilze. Schriftenreihe “Richtige Ernährung” Nr. 16. Grafik: Hedy von Riesen-Zeiler, Walldorf bei Frankfurt/Main.

 

 

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One year ago. Ein Jahr wie eine Ewigkeit …

… dröhnt es aus den Lautsprechertürmen in den Messehallen des ICC. Falco, Jeanny, Part 2. Die Halle ist zum Bersten gefüllt. Glücklich kann sich schätzen, wer noch einen Platz vor der Außenleinwand ergattern konnte – übrigens bei strömendem Regen. Einen solchen Andrang hat das ICC wohl zum letzten Mal beim Auftritt des Meditationsmusikers Hans-Jürgen Hufeisen erlebt (Kirchentag, 1987). Heute allerdings wird hier nicht Blockflöte gespielt. Heute knallen die Korken, dass die Fetzen fliegen!

Ursulinskaja wird ein Jahr alt, und das bedeutet: Partytime!

🍺 🍻 🍹 🍷🥂🍺 🍻 🍹 🍷🥂🍺 🍻 🍹 🍷🥂🍺 🍻 🍹 🍷🥂🍺 🍻 🍹 🍷🥂🍺 🍻 🍹 🍷🥂🍺 🍻 🍹 🍷🥂🍺 🍻 🍹 🍷🥂🍻 🍹 🍷🥂
Gäste, die sich  online zugeschaltet haben, können sich hier gerne mit einem virtuellen Getränk bedienen.

Auch abgesehen von Falco, der leider nicht selbst performen kann, liest sich die Gästeliste wie ein Who’s who der letzten Seiten der “InTouch”. Gleich im Eingang stolpert man fast über Ben Becker* mit Sohn Noah. Innen haben sich Cem Özdemir (“Ha, jetzt kann i gar nemme …”) und Günther Oettinger (“Nur das Beschde zum Feschde!”) erfolgreich durch die Absperrung gedrängelt und überschlagen sich jetzt mit Versuchen, bei Ursulinskaja für den Standort Baden-Württemberg zu werben. Ein leicht durschschaubares Manöver, geht es hier schließlich um Steuereinnahmen in Millionenhöhe.

ich
Schnursula (Korrektorat und Mode) mischte sich unauffällig unter die
Gratulanten.**

Winfried Kretschmann (eigens angereist für den David-Lynch-Doppelgänger-Contest) versucht es mit einem beherzten: “Sodele! Jetzetle!”. Eine Anspielung auf Ursulinskajas ersten Post, der genau heute vor einem Jahr hier live ging. Berlins Partybürgermeister a. D. riecht den Braten und funkt geistesgegenwärtig  dazwischen, indem er sein neues Lieblingspalindrom zum Besten gibt: “Wowereits Stiere! Wow!”

In dem ganzen Getümmel bleibt der eigentliche “Star” des Abends fast unbemerkt: die loungige Sitzlandschaft, die Uschy von der Basteleyen eigenhändig modelliert und bei 180° C Umluft im Küchenherd gebacken hat. “Du brauchst dazu nur Fimo, Ausstecherförmchen und einen konventionellen Backofen mit Materialmultiplikator,” erklärt die DIY-Künstlerin dem interessierten Jimi Blue Ochsenknecht. Ebenfalls von Uschy: der Schriftzug “Ursulinskaja” in Form einer Lavalamp aus Makramee, die den ganzen Saal überspannt wie ein oszillierendes Peacezeichen. Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben, sonst erschließt es sich einem nicht auf Anhieb.

Aber dazu müsste man erst mal hier reinkommen. Und das ist ohne Einladung leider fast unmöglich. Die Schwarzmarktkosten für die Einladungskarten sind in den letzten Tagen explodiert. Trotzdem geben Sabrina Setlur und Co. sie nur ungern wieder her: Lieber tanzen sie selbst ausgelassen zu den Beats von DJ Bobo und Marusha. Neben Adriano Celentano und Felix Mendelssohn legen der Schweizer “King of Dance” und die Technoqueen vor allem Shevalreqv auf.  “Zambardo’s Bridge” wird der Hit des Abends – übrigens der Geheimtipp eines Lesers! ♥♥♥

Für unsere Gäste aus dem Internet hier ein paar weitere Impressionen & Highlights des Abends:

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Günter Grass, gelegentlich als Ghostwriter für Ursulinskaja
tätig, sendete Glückwünsche aus dem Off.
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Auch Kanzlerin Angela Merkel ließ es sich nicht nehmen, noch
einmal die wichtigsten Punkte ihres Wahlprogramms zu erläutern.

 

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Von Tag eins an Teil des Teams: der Visagist von Richard Clayderman.

 

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Tolle Überraschung zum Schluss: ein spontaner Auftritt der Melvins.

Und dann klingt Punkt 19:30 Uhr – viel zu früh, wie einige finden – ein Abend aus, der doch scheinbar gerade erst begonnen hat. Aber so ist es nun mal: Ursulinskajas Tochter muss ins Bett. Pech! Etwas mürrisch verlassen die letzten Gäste das ICC.

Und die Gratulantin? Bedauert sie das frühe Ende der Party?
Ursulinskaja lacht: “I wo! Das bringt die Mehrfachbelastung als Steuerberaterin, Motivational Speakerin, Traumarbeiterin, Flechtwerkgestalterin (FH), Bloggerin, Vloggerin, Rockerin und Mutter (plus mein Ehrenamt für die Einführung einer Professur gegen Gentechnik) halt so mit sich.
Aber ich frage Sie: Gibt es etwas Schöneres als den dankbaren Blick aus Kinderaugen, wenn die Zwerge nach dem Eisessen diese lustig schokoladenverschmierten Mäulchen haben …?! Na eben!” Dann schließt sich hinter ihr in die riesige schwarze Kiste, in der sie wenig später von vier Bodyguards zur Ringbahn getragen wird.

Aufgezeichnet von Ursi und Ulla (KÄPSELE SUPERIOR™).

 

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Der Nachwuchs steht schon in den Startlöchern: Auch Ursulinskajas
Tochter interessiert sich bereits fürs Paranormale.

 

 

* Den Schauspieler, nicht den Science-Fiction-Autor.

** Dr. Gertrud Oheim: Das praktische Handarbeitsbuch. Gütersloh, 1961, 1965. S. 61.

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Alternative Mathematik

Eine Umfrage unter meinen Lesern hat ergeben, dass sie sich speziell für mathematisch-naturwissenschaftliche Themen interessieren. Und zwar besonders dann, wenn sie poppig aufbereitet sind und einen ordentlichen Schuss Intuition, Mystik und Fantasy enthalten.

Hier eine Auswahl der besten Fragen zum Thema Mathematik & Logik, wie sie zurzeit körbeweise bei mir eingehen, plus die entsprechenden Antworten.

Wieso schneiden sich eigentlich zwei Parallelen in der Unendlichkeit? Hä …?

Die Frage ist berechtigt. Zwei Parallelen können sich eigentlich überhaupt nicht schneiden. Als Parallelen fehlt ihnen dafür eine gewisse Biegung, oder Zuneigung zueinander, oder wie man sagen soll.
Aber: In der Unendlichkleit können sie es halt doch. Warum?
Antwort: In der Unendlichkeit passiert so viel, das wir uns mit unserem endlichen Verstand nicht vorstellen können. Ich nenne ein Beispiel: Das Weltall ist unendlich groß. Können wir es uns vorstellen? Nein. Dies eröffnet aber der Fantasy unglaublich viel Raum. So entstanden z. B. die Ideen von E. T., Marsmenschen, extraterrestrischem Leben,  Aliens etc.*
Und hier haben wir jetzt eine Parallele zu den Parallelen. Wenn sich zwei Striche hier, in dieser Welt, nicht treffen, heißt das eben noch lange nicht, dass sie es nicht irgendwann tun können: zum Beispiel in der Unendlichkeit.

Vor dem Einschlafen verdopple ich manchmal Zahlen. Irgendwann komme ich zu 4096. Von da ab finde ich es schwierig, weiterzurechnen.

Ja, ich weiß. Geht aber. Du rechnest erst 2 x 4, speicherst dir im Hinterkopf die 8. Es muss mit 8 anfangen zum Schluss. Dann nimmst du 96 mal zwei. Hier kannst du entweder einen Zettel zur Hilfe nehmmen, oder du merkst es dir im Kopf (nicht die 8 vergessen in der Zwischenzeit!). Gehe dabei von hinten vor, wie in der Schule, mit “behalte 1” etc., und dann einfach zusammenrechnen: 18, 12 und 1, plus 8 (vorne):
831.

Achtung, Update: Die Zahl muss 8192 heißen. Vielen Dank für den Hinweis, Herr Sahnwaldt! Ich muss zugeben, die Sache kam mir gleich seltsam vor. Toll, diese interaktiven Medien!

Stimmt es, dass Barbiere sich gar nicht selbst rasieren können? Und wieso eigentlich nicht?

Die Frage bezieht sich auf das berühmte Barbier-Paradoxon aus dem “Barbier von Sevilla”. In dieser Oper geht es darum, dass ein Barbier sich nicht selbst rasieren will, weil er nur Leute rasieren will, die sich nicht selbst rasieren. Und zwar alle. “Soll ich mich also jetzt selbst rasieren, oder lieber doch nicht?” Das ist eine Frage, die ihn die ganze Oper über umtreibt und schließlich zermürbt. Er kann sie nicht beantworten. Seine Frau beginnt inzwischen, ihr eigenes Bier zu brauen, um für den Verdienstausfall aufzukommen, und macht eine kleine Bar auf. Derweil wird sein Bart immer länger, und es kommt zu allerlei Verwicklungen. Die Musik ist von Isabella Rossellini, der Tochter von Ingmar Bergman und Ingeborg Bachmann.

Hast du eigentlich schon mal ein dreidimensionales Fraktal vom Computer abgefilmt?

Ja. Das möchte ich allerdings gerne in meinem Fantrailer für die aktuelle Staffel von Twin Peaks verwenden, und der ist leider noch nicht ganz fertig (wir sprachen bereits darüber). Ich bitte also noch um einen Moment Geduld. Die neue Staffel soll bald vorbei sein, und dann ist sicher auch der Kairos** für meinen kleinen Trailer ❤ gekommen.

So, aber jetzt heißt’s erst mal nighty-night, den Kopf nochmal bisschen auskühlen lassen und dann ab in die Heia.

Eure Ursulinskaja

PS: Bock auf mehr Mathe? Hier geht es zu den Exakten Geheimnissen.

 hello there (Large) (2)
Mystik & Mathematik sind wie Schwestern – wie Yin und Yang, Tina und Tini oder die Andrews Sisters.

 

* Warum die sich alle so ähnlich sehen, weiß ich jetzt auch nicht. Im unendlichen Raum wäre m. E. noch Platz für mehr Vielfalt.
** Karl-Theodor zu Guttenberg: Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU. Berlin, 2009. Vorwort.
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