Fischerboote, ja

Die Hühner blieben im trockenen Staub sitzen. Sie klebten fast am Boden fest, so irdisch waren sie, so weit vom Himmel entfernt.
Es lag etwas in der Luft, das man Käsegestank nennen könnte oder auch Finkeldreck. Die bombastischen Einfälle der Frühzeit waren verschwunden und einem tiefgreifenden Pessimismus gewichen. Nur dort, wo der Dreck nicht hinstarrte, wuchs noch etwas, allerdings in zu vernachlässigender Größe. Gänseleberpastete zierte den Weg von allem, was gedieh.
Und dort, mitten in der Wüste, stand ein Laster. Er hatte nichts Dekoratives an sich, nichts romantisch Vermülltes. Sein Anblick bestätigte nur die Trostlosigkeit der eigenen Gegenwart. Nur dass ohnehin niemand hier war, um ihn anzublicken. Die Landschaft war durch nichts unterteilt und von keinem Leben je getrübt.
Wo nichts ist, wird auch nichts werden. Staub zu Staub. Fischerboote, ja,
aber hier?

Advertisements
This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

One Response to Fischerboote, ja

  1. annakalina says:

    Bachmannpreis in a nutshell!

    Like

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s