The number of the beast

Bisher habe ich mich auf meinem Blog kaum zu politischen Themen geäußert. Dies sehe ich nicht als meine Aufgabe an, um hier mal Sting zu zitieren. Außerdem bin ich keine Expertin.
Wo allerdings das Politische ins Paranormale hineinlappt, fühle ich mich schon eher zuständig. Denn neben meiner Eigenschaft als Steuerberaterin, Lektorin, Babyproduktebloggerin und Mutter bin ich ja vor allem auch eins: Medium. Hier möchte ich auch auf meine Seite “Mystik” verweisen, die leider bisher noch nicht mit Content gefüllt wurde.

Vorgestern also habe ich beim Einkaufen 666 Cent Wechselgeld  zurückbekommen. Am selben Tag ist das “Tier” der Offenbarung zum US-Präsidenten gewählt worden. Ein Zufall? Ich möchte die Frage hier einfach mal so im Raum stehen lassen.

Auch wenn jetzt viele fassungslos sind, gab es für mich als Medium leider schon seit geraumer Zeit Vorzeichen. Zunächst einmal möchte ich in diesem Zusammenhang an die Diddlmaus erinnern. Für diejenigen unter euch, die sich noch nicht so intensiv damit befasst haben: Die Diddlmaus stammt aus dem kleinen Ort Geesthacht bei Hamburg, wo noch bis 2011 ein Atomkraftwerk namens Krümmel in Betrieb war. Schon kurz vor der Jahrtausendwende habe ich versucht, mich dem Thema im Rahmen meines Fotografiestudiums anzunähern. Hier eine kleine Notiz aus dieser Zeit:

Ca. 666 Mal bin ich zur Diddlmaus-Ausstellung im Heimatmuseum Geesthacht gefahren mit der Absicht, wirklich hässliche Fotos von Diddlmäusen zu machen: Bilder von durch Atomkraft gentechnisch veränderten, quadratlatschigen, obszön schlecht gezeichneten Mäusen vor Spritztechnik-Gesplatter in Aprikot- und Rosatönen. Innerlich fühlte ich mich dabei hohl und leer wie die lieblos im Raum aufgestellten Schaumstoffkäsehöhlen, während ich von einer Gruppe behinderter Kinder aus Mecklenburg misstrauisch beäugt und teilweise auch blockiert wurde. Bestimmt haben sie sich mir nicht absichtlich in den Weg gestellt, aber sie demonstrierten mir damit wohl unbewusst ihren Protest gegen meine distanzierte Haltung zur Diddlmaus.

Leider war die Zeit damals noch nicht reif für meine Kunst. Nachdem ich schließlich bei der Besprechung der Bilder in meiner Fotoklasse von einer Kommilitonin gefragt wurde: “Und du bist jetzt also so ein richtiger Diddlmaus-Fan?”, habe ich das Projekt zu guter Letzt fallen gelassen. Die Fotos lagern heute, gemeinsam mit etlichen Atommüllfässern, im Zwischenlager Gorleben.

War die Diddlmaus der erste Reiter der Apokalypse, so hat sich ihr im letzten Jahr das Fillypferdchen hinzugesellt. Diddlmaus und Fillypferdchen verhalten sich dabei in etwa so zueinander wie Crystal Meth zur Droge Desomorphin (Krokodil), die so abscheulich sein soll, dass ich das Wort eigentlich gar nicht in meinem Blog stehen haben will. (Aber verdrängen bringt ja auch nix.)  Will sagen, wir wussten damals nicht, was wir an der Diddlmaus hatten.

Auf die weiteren Reiter der Apokalypse kann ich jetzt leider aus Zeitgründen nicht mehr eingehen. Stattdessen möchte diesem Blogeintrag gerne noch eine versöhnliche, sonnige, optimistische, fröhliche, heitere, wohltuende, aufbauende, hoffnungsvolle, farbenfrohe Wendung geben!

Gestern habe ich die Künstlerin und Yogalehrerin Katharina Fengler gefragt, ob man eventuell mit Yoga gegen den Ausgang der US-Wahlen vorgehen könnte. Ihre Expertenantwort dazu möchte ich hier gerne wiedergeben:

“Es würde eventuell helfen, wenn Trump Yoga praktizieren würde. Das könnte aber auch in die falsche Richtung laufen. Auf dem sogenannten ‘Weg des Yoga’ haben sich ja schon mehrere in Richtung Überheblichkeit verirrt. Er bräuchte einfach einen sehr, sehr strengen indischen Lehrer.”

Ist das jetzt schon hoffungsvoll genug …? Vielleicht fällt mir später noch mehr ein. Jetzt muss ich leider meinen weiteren Pflichten als Steuerberaterin und Mutter nachgehen.

Noch einen schönen Tag wünscht euch eure

Ursulinskaja

PS: Ursulinskaja mag eine Wanderin zwischen den Welten sein (ähnlich wie Flitzestift-Gitti). Katharina Fengler dagegen existiert wirklich. Dasselbe gilt für ihr exzellentes Yogastudio!

PPS: Ich hoffe, euch ist klar, dass ich diesen ganzen Quatsch hier hauptsächlich schreibe, um mich selbst zu beruhigen.

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