Stillen: Tipps und Kniffe

 Heute mit unserer Gastkolumnistin, der Hebamme Erika “Earth” Schmitz-Sönderlin.

Die schönste Zeit des Lebens, die Schwangerschaft, liegt hinter Ihnen. Sie haben gerade eine sanfte und ekstatische Geburt durchlebt. Sie sind noch ganz taumelig im Kopf vor Glück, können gar nicht fassen, wie Ihnen geschieht. Aber es wird noch besser: Sie haben ein Kind geboren. Es liegt auf Ihrem Bauch und will mit Ihnen Bonding machen. Stillen oder nicht, lautet jetzt die Frage. Vielleicht haben Sie sich schon vorher den Kopf darüber zerbrochen, sind noch zu keinem klaren Ergebnis gekommen. Aber nun bleibt keine Zeit mehr. Sie sind glücklich wie nie zuvor im Leben. Aber auch wenn Sie es nicht glauben: das Beste liegt noch vor Ihnen.

unbenannt-1

Unsere Expertin, Hebamme Erika “Earth” Schmitz-Sönderlin, Autorin des Buches “Das große rosa Stillbuch”, rät:

“Stillen ist das Schönste und Wichtigste auf der Welt. Es ist erfüllend, macht schlank und schön. Die Haut wird strahlend, der Teint kann atmen.”

Beim Stillen wird die Droge Oxycodon ausgeschüttet. Oxycodon ist ein stark wirkendes Opioid der Stufe III im WHO-Stufenschema, das als Schmerzmittel bei starken bis sehr starken Schmerzen angewendet wird*. Oxycodon macht stark abhängig. In manchen Gegenden der USA spricht man inzwischen von einer regelrechten Epidemie. Manche Frauen steigen deshalb auf Heroin um. Schon deswegen ist es wichtig, beim Stillen zu bleiben, nicht aufzugeben.

IMG_2670.JPG

Beim Stillen werden die körpereigenen Glückshormone direkt von der Mutter aufs Kind übertragen.


Bonding

Aber Stillen ist nicht nur für die Mutter gut. Stillen nährt das Kind, versorgt es mit wichtigen Vitaminen und steigert seine Intelligenz. Außerdem besiegelt es das zarte Band der Geburt, das auch Bonding genannt wird. Vom Bonding profitieren Mutter und Kind gleichermaßen. Das Wort Bonding kommt aus dem Lateinischen (bons, bondis: die innige Zuwendung, das gegenseitige Vertrauen). Ursprünglich wurde der Begriff vor allem in der Sadomaso-Szene verwendet. Dort bezeichnet er Praktiken zur Fesselung oder Einschränkung der Bewegungsfreiheit*. Übertragen auf das Baby bedeutet das vor allem: bedingungslose Liebe, Körperkontakt, viel Kuscheln.

Abpumpen

Manchmal will das Baby nicht trinken. Vielleicht ist es satt, schläft oder möchte gerade einfach nur spielen. Für diesen Fall ist es wichtig, eine Milchpumpe zur Hand zu haben.

unbenannt-1Eine Milchpumpe ist ein meist elektrisch betriebenes Gerät, das mithilfe eines speziellen Logarithmus Milch aus der Brust in ein daran angeschlossenes Gefäß saugt. “So bleibt alles im Fluss”, erläutert Expertin Earth Schmitz-Sönderlin. Glückshormone werden freigesetzt, die Haut strafft sich, kann atmen und wird elastisch und geschmeidig.
Keinesfalls sollten Sie die abgepumpte Milch Ihrem Kind geben. “Dies kann eine Saugverwirrung auslösen”, warnt die Hebamme und Buchautorin (“Kochen und Backen mit Muttermilch”). Saugverwirrung ist eine Vorform von Altersdemenz. Das Kind wird beim Trinken zunehmend verwirrt und verärgert, mit der Konsequenz, dass Sie es im schlimmsten Fall sogar abstillen müssen.

Die natürlichste Sache der Welt

Stillen ist die schönste und natürlichste Sache der Welt. Trotzdem können hin und wieder Schwierigkeiten auftreten. Dies liegt meist daran, dass die Mütter im Vorfeld zu wenig geübt haben.
“Es erstaunt mich immer wieder, wie unreflektiert und sorglos manche Frauen an das Stillen herangehen”, erzählt Earth Schmitz-Sönderlin kopfschüttelnd.
Die Hebamme und Autorin (“100 praktische Trockenübungen mit dem EarthSchmitzStillkissen”) empfiehlt, spätestens im ersten Schwangerschafts-trimester mit imaginativen Stillübungen zu beginnen – auf jeden Fall aber noch vor der Suche nach einem Kitaplatz.

lucy-gespiegelt

Negartrebü Dnik sfua Rettum red nov tkerid Enomrohskcülg nenegiereprök eid nedrew Nellits mieb.

Gerade ausgefallenere Positionen wie das Stillen hinterrücks, Inside-Out, die Kniepfanne oder der Kosmische Würgeengel erfordern intensives, oft jahrelanges Training und sind sonst schwer zu bewältigen.

Erika Schmitz-Sönderlin wurde 1963 im Allgäu geboren. Nach ihrer Ausbildung als Mechatronikerin und Hebamme studierte sie Muttermilchmanagement an der Weleda School of Excellence. Demnächst erscheint ihr erster Roman, “Stillerin”.
Earth Schmitz-Sönderlin ist die Schwester der Dramatikerin Petra Zeterosch-Sönderlin (“Faust. Ein Handschuh”).

 

*Wikipedia
Advertisements
This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

One Response to Stillen: Tipps und Kniffe

  1. Pingback: Siegerehrung (später) | ursulinskaja

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s